1988 durften wir eine Liegenschaft im ehemaligen Städtli Bürglen TG für eine Familie mit drei Kindern umfassend umbauen. Der ehemalige Ökonomieteil des Hauses wurde damals belassen und für Lagerzwecke genutzt. 30 Jahre später ist die Tochter mit Ehemann und ebenfalls drei Kindern in den Wohnteil eingezogen und die Eltern haben den noch unausgebauten ehemaligen Ökonomieteil als Alterswohnung für sich ausgebaut.
Von einem gemeinsamen Eingangsraum aus gelangt man in die erdgeschossige Wohnküche mit einem Ausgang auf einen kleinen Gartensitzplatz im Innenhof. Früher wurde hier eine Sattlerwerksatt eingebaut mit einer Fensterfront, die noch erhalten war, aber die heutigen Anforderungen an die Wärmedämmung bei weitem nicht erfüllte. Anstatt die Fenster zu ersetzen, wurde über die ganze Fläche eine verglaste Faltschiebewand installiert, die im Sommer geöffnet werden kann und im Winter die ganze Fläche mit allen Anschlüssen dämmt.
Im Obergeschoss befindet sich der Wohn- und Schlafbereich mit Nasszelle. Ein Schlitz im Boden des Obergeschosses, in dem auch die Treppe nach oben führt, erlaubt vertikale Durchblicke. Die angrenzenden Zimmerwände können aufgeklappt werden, damit im Krankheitsfall keine Isolation der Bettlägrigen entsteht. Die Ost- und Westfassade, einst fensterlos verbrettert, wurde innerhalb des tragenden Fachwerks vollflächig verglast und aussen mit vertikalen, drehbaren Holzlamellen versehen. Dadurch konnte von Aussen eine Wirkung erzielt werden, die dem Originalzustand weitgehend entspricht.